Wir setzen auf unser Stammpersonal: Was bedeutet das und welche Konsequenzen hat das für mich als Kunde?

Im Vergleich zu vielen anderen Personalverleihern und Personalvermittlern setzen wir seit vielen Jahren konsequent auf Stammpersonal. Damit möchten wir die Kontinuität gewährleisten, denn es bedeutet gerade für betagte Personen erheblichen Stress, sich fortlaufend an neue Gesichter gewöhnen zu müssen. Bei an Demenz erkrankten Personen ist eine kontinuierliche Betreuungssituation meist sogar ausschlaggebend für das Gelingen der sogenannten häuslichen 24 Stunden Betreuung. Es dauert auch seine Zeit bis das Team Betreuungsperson und zu Betreuende eingespielt und eine gute Vertrauensbasis geschaffen ist. Idealerweise lösen sich zwei Betreuungspersonen in einem zu definierenden, möglichst fixen Turnus ab. Je länger eine Betreuungsperson in der Schweiz arbeitet, um so mehr steigen die Lohnkosten. Doch warum ist das so? Nachfolgend eine kurze Erklärung.

Wenn eine Betreuerin das erste Mal in der Schweiz arbeitet, kann man sie während maximal 90 Tagen über das Meldeverfahren anmelden. In dieser Zeit ist die Betreuungsperson noch nicht der beruflichen Vorsorge unterstellt, spart also noch nicht auf die Pensionierung und bezahlt die Steuern an unserem Firmensitz, also im Kanton Zug. Wenn das Meldeverfahren ausgeschöpft ist, beantragen wir in der Regel eine L-Bewilligung, damit die eingespielte Betreuung vor Ort weiterlaufen kann. Ab diesem Moment zahlen sowohl die Betreuerin wie auch wir einen Betrag in die Pensionskasse. Zudem ist die Betreuungsperson nicht mehr in Zug steuerpflichtig, sondern am effektiven Einsatzort. Es ist hinlänglich bekannt, dass die Steuern in Zug deutlich tiefer sind, als im Rest der Schweiz, es gibt also mit einer L-Bewilligung einen veritablen Lohnschock, zumal die Betreuerin spätestens jetzt nachweisen muss, dass sie eine Schweizer Krankenkasse hat, also gerade nochmals eine gewaltige Lohneinbusse.

Wir als Arbeitgeber versuchen dies aufzufangen. Das Thema Altersvorsorge geniesst in Ländern wie Polen, Tschechien, Ungarn oder der Slowakei noch lange nicht den Stellenwert wie bei uns in der Schweiz. Betreuende reden prinzipiell vom Nettolohn und diesen halten wir möglichst auf dem bestehenden Level. Verständlicherweise ist es schwer nachvollziehbar, dass man zuverlässig gute Arbeit leistet, und dennoch, je länger man da ist, der Nettolohn weniger wird. Das bedeutet für uns als Arbeitgeber, dass die Lohnkosten der Live-In Betreuer deutlich steigen.

Diese Entwicklung kann man zwar abwenden, indem man nur Betreuerinnen einstellt, welche im 90-Tage-Meldeverfahren sind und sobald dies nicht mehr möglich ist, einen Personalwechsel vollzieht. Das entspricht aber in keiner Weise unserer Überzeugung, dass wir die Kundenzufriedenheit und insbesondere das Wohlergehen der betreuten Personen deutlich verbessern, indem wir auf längerfristige Einsätze setzen und ständige Wechsel möglichst vermeiden. Wir kennen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und setzen sie dort ein, wo sie sich mit ihren Erfahrungen, Kenntnissen und ihrer Persönlichkeit bestmöglich entfalten können. Dies kommt Ihnen als Kunde zugute und trägt der Individualität jedes Betreuungseinsatzes Rechnung. Auch die Betreuerin profitiert von unserer hohen Stammpersonalquote, die ihr einen festen Arbeitsplatz in der Schweiz, eine umfassende Altersvorsorge und ein sicheres Einkommen garantiert.

Es gibt sicherlich Mitbewerber, die Ihnen einen etwas günstigeren Preis anbieten können. Im Gegenzug müssen Sie sich allerdings auf ständig neue Betreuungspersonen einstellen. Der Preis dafür kann sein, dass die zu betreuende Person, Sie als Angehöriger und die Betreuerinnen keinen Bezug zueinander aufbauen können. Das so wichtige Vertrauensverhältnis bleibt aus. Sie bezahlen also letztlich einen hohen Preis dafür, dass Sie bei der Monatspauschale etwas Geld einsparen.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass wir über die Bewilligung zum Grenzüberschreitenden Personalverleih vom SECO verfügen, dem Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih unterstellt sind, die entsprechenden Mindestlöhne einhalten und darüber hinaus berücksichtigen, ob sich der Einsatzort in einem sogenannten Hochlohngebiet befindet. Die Lohnvorgaben in diesen Gebieten sind teilweise markant höher. Zu den Hochlohngebieten zählen Bern, die beiden Basel, Zürich und Genf.

Für weitere Informationen oder Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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